Alles neu oder was? Events und Innovation

Ob im Verein oder im professionellen Eventmanagement, ich bin sicher, dass ihr alle das Gefühl kennt, dass sich bei eurer Veranstaltung etwas ändern muss? Mir ging es in den vergangenen Wochen so, als ich mich mit einem etablierten Anlass auseinandersetzte, der wohl einer gewissen Neuerung bedarf. Oftmals merkt man als Veranstalter sehr gut, wenn Teilnehmer etwas Neues erwarten. Zudem kommt der Druck auch im Bereich von Events digitale Element einzubauen. Oder der Druck steigt infolge der schleichenden und stetigen Verringerung der Teilnehmerzahlen. Genug Gründe also an einem womöglich etablierten Anlass zu zweifeln.

Der Lebenszyklus

Keine Angst, damit sind wir nicht allein, wahrscheinlich gehören wir sogar zur grossen Mehrheit. Auch Events haben einen Lebenszyklus, wie es Lebewesen, Produkte und Firmen auch haben. Damit die „Wunderwaffe“ Event nicht stumpf wird und anderst gesprochen der Event nicht stirbt, sind Massnahmen zu ergreifen. Das ist besonders bei wiederkehrenden Formaten eine echte Herausforderung. Was tun? Unternehmen geben sich in der Regel eine neue Strategie oder innovieren laufend neue Produkte und Dienstleistungen, um die überreifen Leistungen mit neuen zu ersetzen. Bei Events ist dies nichts anderes. Wichtig ist dabei, dass in der Planung und der Konzeption des Events ein Umdenken stattfindet. Schön und gut, aber was bedeutet dies nun konkret? hierzu möchte ich in diesem Beitrag auf zwei steinernen Regeln von Mathias Kindler zitieren.

Zwei steinerne Regeln

Regel 01: Events sind weit mehr als perfekte Logistik. Klar denkt man bei so komplexen Prozessen wie Events, die stets unter Zeitdruck durchgeführt werden, schnell in Abläufen, aber da liegt ein grosser Teil des Problems. Wer Events als Ablauf von (logistischen) To Do’s versteht, tut sich schwer auf neue Ideen zu kommen. Events, bei denen ein Baustein nach dem anderen – wie bei einer Perlenkette – aufgefädelt wird, sieht eben auch wie eine Perlenkette aus. Gestaltungsspielraum gering, Raum für Kreativität kaum.

Regel 02: Erst wenn man genau weiss, warum ein Event stattfinden soll, darf man über Abläufe nachdenken. Die Frage nach dem Warum, die hat es in sich. Ihr werdet sehen, wenn ihr zuerst und vor allem gründlich darüber nachdenkt, warum ein Event überhaupt geplant werden soll, kommen Sie leichter auf neue Ansätze. Warum plant man eine Weihnachtsfeier? Sicher nicht, weil Weihnachten ist, sondern um sich bei den Mitarbeitern zu bedanken, oder um den Teamgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Gleich verhält es sich übrigens bei der Jubiläumsfeier in euren Betrieben und Unternehmen.

Versucht als die einfachen Regeln zu beachten und herauszuarbeiten, warum ein Event tatsächlich durchgeführt werden soll. Die Antwort liefert bereits erste Ideen wie das Konzept auszusehen hat. Beispiele, wo wir von Springbock diese Regeln anwenden findet ihr bei unseren Projekten.